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Bildende Kunst (BK)

Neue Kunst in der Pausenhalle

26.11.2016

Die 10.-Klässler der Ekkehard-Realschule Singen haben seit letztem Jahr an dem Projekt „Kunst in der Pausenhalle“ gearbeitet. 

Sie bemalten große Leinwände nach Vorbildern von Henry Rousseau. Der französische Maler ist durch seine naive Malerei bekannt, besonders die Urwaldbilder sind weltberühmt. 

Das Henry Rousseau Projekt kann man ab sofort in der Pausenhalle der Ekkehard-Realschule begutachten. Die Bilder spiegeln sich sehr gut mit der einfallsreichen Dschungelwand wider, die im letzten Jahr entstand (der Südkurier berichtete).   

Am Anfang des Projektes waren die Schüler sehr skeptisch. Doch während des Projekts hat sich das Interesse zur Kunst entwickelt und sie hatten richtig Spaß.

Text: Sonia Santos Ribeiro, Noah Brunsberg, Simon Nägele 

 (Schülerinnen und Schüler der 10a)

Bild, von links nach rechts: Nico Komor, Alicia Fernandez de Marco, Simon Nägele, Sonia Santos Ribeiro. Vorne: Adrian Gorlitz

Foto: K. Lessmann

Seifenskulpturen nach Henry Moore

13.07.2016

In den letzten Wochen erstellten die Klassen 7c und 7d im BK-Unterricht Seifenskulpturen.

Zuvor beschäftigten sie sich mit den Arbeiten von Henry Moore, einem englischen Bildhauer und Zeichner. Dessen Arbeiten sind meist Abstraktionen des menschlichen Körpers, die viel Raum für eigene Interpretationen lassen.

Henry Moore: "Reclining Figure" Standort: Freiburg (Bildquelle)

Die Seifenskulpturen der Schüler*innen stellen ebenfalls menschliche Figuren und Körperpositionen abstrahierend dar. Ausgegangen sind wir von eigenen Ideenskizzen, die beim Arbeiten mit der Seife immer mehr verfremdet wurden. Viel Spaß beim Anschauen und Überlegen, was die einzelnen Skulpturen darstellen!

Text und Bilder: B. Klima

Bleistiftzeichnung: Das etwas andere Klassenportrait

01.03.2016

März 2016

Wie haben es die Künstler vor hunderten von Jahren geschafft, so zu malen, dass es wie fotografiert aussieht? Und wie kann man in einem Bild eine Person beschreiben, ohne sie direkt zu zeigen? Um diese Fragen zu beantworten, haben sich die Klassen 7c/d intensiv mit einem Steckbrett-Bild von Samuel van Hoogstraten (17. Jahrhundert) auseinandergesetzt:

Sie fanden in einer Bildbetrachtung heraus, dass der Maler die Dinge genau so wiedergibt, wie er sie sieht. Er benutzt Überschneidungen und arbeitet mit Licht und Schatten. Anhand des Steckbretts versuchten wir außerdem, uns die Person und ihr Leben vorzustellen, der das Steckbrett gehört.

Anschließend übten die Schüler*innen mit weichen Bleistiften unterschiedliche Techniken, um Übergänge von hell nach dunkel, also Licht und Schatten, darzustellen. Das Gelernte wurde an einer Zeichnung eines Apfels getestet - gut, dass es die als Pausensnack kostenlos in der Schule gibt! Trotzdem glaubten einige immer noch nicht so ganz, dass sie auch ein "Augentäuscherbild" zeichnen könnten...

Zum Abschluss fertigte jede*r eine möglichst detailgetreue Zeichnung eines persönlichen Gegenstandes an. Diese Zeichnungen wurden ausgeschnitten und gemeinsam auf einem Steckbrett zusammengefügt - ein ungewöhnliches Klassenportrait ist entstanden. Auf diesem ist die ganze Klasse durch persönliche Gegenstände und den jeweils ganz eigenen Zeichenstil verewigt - und mit dem richtigen Einsatz von Licht und Schatten sehen diese sogar fast augentäuschend echt aus ;)

Schaut selbst, die Fotos kann man per Klick vergrößern:

Steckbrett der 7c

Steckbrett der 7d

 

Fotos und Text : B. Klima

Kunst bilingual: Street-Art on Skateboard-Decks

01.02.2016

Februar 2016

Im täglichen Leben begegnen sie uns überall: Graffiti. Einige sehen aus wie Kunstwerke, andere werden von vielen als "Schmierereien" gewertet. Doch welche unterschiedlichen Arten gibt es eigentlich? Und muss man unbedingt illegal sprühen, oder geht das auch irgendwie anders?

Die Klassen 7c/d haben sich im Kunstunterricht mit diesen Fragen auseinandergesetzt. Zunächst wurden die Arbeiten ("Pieces") von einem berühmten Graffiti-Künstler in einem Video betrachtet und auf Englisch besprochen: Sofles - Limitless

Anschließend dachte sich jede*r einen Kunstnamen aus, mit dem in den folgenden Unterrichtsstunden experimentiert wurde. Zunächst wurde das Tag geübt, die Signatur eines Graffiti-Künstlers. Danach probierten alle ein Bombing, ein schnelles, großflächiges Graffiti, das nur aus wenigen Farben (meist 2) besteht. Im letzten Schritt wurden Pieces entworfen, mache versuchten sich sogar in verschiedenen Styles wie Bubble-Style, Wild-Style oder 3D-Style. In einem persönlichen Blackbook wurden mindestens 2 ausgefeilte Pieces entworfen, von denen später eines als größeres Kunstwerk verwirklicht werden sollte.

Anstatt draußen zu sprühen, realisierten die Schüler*innen ihre Designs auf Holzbrettern, die die Maße und Form eines Skateboard-Decks hatten. Diese mussten zunächst ausgesägt, geschliffen und grundiert werden. Anschließend wurden sie mit Acrylfarbe bemalt. All das dauerte ziemlich lange, auch weil sich einige Künstler*innen mitten im Schaffensprozess für ein anderes Piece entschieden und alles wieder übermalten.

Die Vorbereitung der Ausstellung und Anordnung der Werke an den Fenstern im ersten Stock wurde von einigen Schülerinnen selbstständig durchgeführt. Dadurch, dass immer zwei Boards aneinander befestigt wurden, sind sie aus der Pausenhalle und beim Vorbeigehen zu sehen. 

Bericht und Fotos: B. Klima

Schülerarbeiten nach Shirin Neshat: Wofür brennst du?

01.10.2015

Oktober 2015

Shirin Neshat ist eine bekannte Persönlichkeit aus dem Iran. Sie ist 1957 dort geboren. Heute lebt und arbeitet sie sehr erfolgreich in New York als Künstlerin, Fotografin und Filmemacherin. 

Ihre Fotoarbeiten, die sie anschließend mit Schrift (Farsi) bearbeitet, setzen sich mit der Rolle der Frauen im Iran bzw. in der muslimischen Gesellschaft auseinander. Sie brennt für dieses Thema und hat schon viel Aufmerksamkeit mit ihren Arbeiten erregt. Dadurch kann sie etwas bewegen und das treibt sie an. 

Mit den Schülern und Schülerinnen der jetzigen Klassen 10a/b haben wir genau das zum Thema gemacht: Wofür brennst du? Im Stil von Neshat haben wir zunächst Fotos gemacht. Die Bilder wurden dann mit dem passenden Text (teilweise sogar in Farsi) versehen. Einige Schülerarbeiten sind auf dem Gang zwischen den Räumen 214-217 ausgestellt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!  

Gut gemacht, liebe Klasse 10a/b! 

Text: Karin Lessmann


Einen Artikel zu Shirin Neshat und ihren Fotoarbeiten findet man auf SpiegelOnline. Dort kann man auch einige ihrer Arbeiten anschauen.

Fotos: K. Lessmann