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Informationen zur Schulform

Titel

Die Realschule vermittelt in sechs Schuljahren eine in sich abgeschlossene, erweiterte allgemeine Bildung und ein vertieftes Grundwissen. Sie schafft die Grundlage für praktisch orientierte Berufe, die auch erhöhte theoretische Anforderungen an die jungen Leute stellen, in denen Aufgaben mit gehobenen Ansprüchen an Selbstständigkeit, Verantwortung und Menschenführung zu bewältigen sind. Zusätzlich bereitet sie die Schülerinnnen und Schüler auf zahlreiche schulische Bildungsgänge - vorwiegend im beruflichen Schulwesen - vor.

Die Realschule wurde zum Schuljahr 2016/2017 neu konzipiert. Alle neuen Jahrgänge werden somit nach dem neuen Bildungsplan 2016 unterrichtet. 

Die früheren Jahrgänge werden weiterhin nach dem alten Bildungsplan unterrichtet, der damit langsam ausläuft.

 

Weitere Informationen öffnen sich bei Klick auf den entsprechenden Reiter:

Realschule - Bildungsplan 2016

Realschule - Bildungsplan 2016

Seit dem Schuljahr 2016/2017 wird an der Realschule auf G- und M-Niveau differenziert unterrichtet. Das bedeutet, dass an der Realschule in Zukunft weiterhin die Mittlere Reife sowie ebenfalls der Hauptschulabschluss erworben werden können.  

Weitere Informationen zu dieser Neukonzeption können den Grafiken sowie dieser Präsentation entnommen werden.

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Realschule - Bildungsplan 2004

Realschule - Bildungsplan 2004

Inhalte und Fächer

Inhalte und Fächer

Bildungsstandards

Der Bildungsplan 2004 beschreibt für jedes Fach und jeden Fächerverbund Bildungsstandards. Bildungsstandards legen fest, über welche fachlichen, personalen, sozialen und methodischen Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler bis zum Ende einer bestimmten Klassenstufe verfügen müssen.

Kontingentstundentafel

Die Kontingentstundentafel legt für jede Schulart fest, wie viele Jahreswochenstunden insgesamt in den Schuljahren bis zum Abschluss des Bildungsgangs zu erteilen sind. Wie diese Jahreswochenstunden jedoch auf die einzelnen Klassenstufen verteilt werden, entscheiden die einzelnen Schulen. Sie erhalten damit pädagogischen Freiraum und können die Verteilung der Stunden nutzen, um Schwerpunkte zu setzen und die Schulkonzepte zu gestalten.

Im Pflichtbereich werden an der Realschule folgende Fächer unterrichtet: 

  • Religionslehre bzw. Ethik
  • Deutsch
  • Englisch/Französisch 
  • Mathematik
  • Geschichte
  • Erdkunde, Wirtschaftskunde, Gemeinschaftskunde (EWG) 
  • Naturwissenschaftliches Arbeiten (NWA) 
  • Künstlerischer Bereich: Musik, Bildende Kunst
  • Sport. 

Ab Klasse 7 ist ein Wahlpflichtbereich eingerichtet: Jeder Schüler und jede Schülerin wählt nach Neigung eines der Fächer

  • Technik
  • Mensch und Umwelt 
  • Französisch/Englisch. 

In den Klassen 5 bis 10 werden die integrierten Bereiche

  • themenorientierte Projekte und
  • Informationstechnische Grundbildung

angeboten.

Pädagogische Schwerpunkte (Klassen 5 und 6)

  • In den Klassen 8 bis 10 werden für Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, fünf Jahreswochenstunden Ethik vorgesehen. Die Wochenstundenzahl im Fach Religionslehre wird unter Beteiligung der zuständigen kirchlichen Beauftragten festgelegt.
  • Für Schüler, die ab Klasse 5 Französisch als Pflichtfremdsprache haben, ist ab Klasse 7 auch Englisch Pflichtfremdsprache. In Realschulen in Grenznähe zu Frankreich werden in den Klassenstufen 5 und 6 Arbeitsgemeinschaften Französisch eingerichtet.
  • In den Klassen 5 bis 10 werden in einem Umfang von mindestens jeweils zwei Jahreswochenstunden, die aus dem Stundenvolumen der beteiligten Fächer entnommen werden, die fächerübergreifenden Projekte Technisches Arbeiten, Soziales Engagement, Berufsorientierung an Realschulen sowie Wirtschaften - Verwalten - Recht durchgeführt; das Projekt Technisches Arbeiten wird spätestens in Klasse 6 abgeschlossen. Die Gesamtlehrerkonferenz entscheidet im Rahmen von Satz 1 über die Durchführung der Projekte in der jeweiligen Klassenstufe, über den zeitlichen Umfang und über die beteiligten Fächer. 
  • Integrativ innerhalb der Fächer und Fächerverbünde.
  • Zuweisung durch die untere Schulaufsichtbehörde im Rahmen der insgesamt zur Verfügung stehenden Ressourcen.

Fächerverbünde

Fächerverbünde

Naturwissenschaftliches Arbeiten

In der Schule wird eine naturwissenschaftliche Grundbildung angestrebt, die die Basis darstellt, auf der eine lebenslange Auseinandersetzung mit den Naturwissenschaften und ihren gesellschaftlichen, technischen und philosophischen Auswirkungen aufbaut. Der Fächerverbund "Naturwissenschaftliches Arbeiten" vermittelt Kenntnisse und Fähigkeiten durch eigenes Experimentieren, Recherchieren und Reflektieren. Die Schülerinnen und Schüler sollen dadurch auch motiviert werden, sich für naturwissenschaft-lich-technisch orientierte Bildungsgänge oder Berufe zu entscheiden.

Erdkunde - Wirtschaftskunde - Gemeinschaftskunde

Im Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaftskunde-Gemeinschaftskunde (EWG) erwerben die Schülerinnen und Schüler grundlegende Kompetenzen und Einsichten aus dem Bereich der Gesellschaftswissenschaften. Darunter ist zum Beispiel die Einsicht und Erkenntnis in die zunehmende Globalisierung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Vor-gänge zu verstehen. Den Schülerinnen und Schüler werden Auswirkungen, Chancen und Gefahren verdeutlicht und Handlungsmöglichkeiten als mündige Bürger aufgezeigt.

Themenorientierte Projekte

Die "Themenorientierten Projekte" sind ein wesentlicher Bestandteil des Profils der Realschulen in Baden-Württemberg. Sie bilden neben den Fächern und Fächerverbünden eine eigene Unterrichtskategorie. Die Schülerinnen und Schüler erhalten von praktischen Arbeiten über soziale Erfahrungen bis hin zu Einblicken in die Berufs- und Arbeitswelt vielfältige Lernchancen. So wird die Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler erweitert und ihnen eine nachhaltige Hilfestellung für Lebensplanung und berufliche Orientierung geboten.

Technisches Arbeiten

Im Themenorientierten Projekt "Technisches Arbeiten" erleben die Schülerinnen und Schüler bei der Herstellung von Gegenständen die Freude am praktischen Arbeiten. Sie begegnen beim Umgang mit verschiedenen Werkstoffen, Werkzeugen, Maschinen und elektronischen Bauteilen elementaren technischen Sachverhalten. Das Einbringen ei-gener Ideen und deren Umsetzung begünstigt die Entwicklung der Kreativität und fördert gleichzeitig die Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit und das Durchhaltevermögen der Schülerinnen und Schüler.

Soziales Engagement

Das Themenorientierte Projekt "Soziales Engagement" hat das Ziel, Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Menschen zu wecken und zu fördern. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet dies, zum Beispiel im Rahmen eines Sozialpraktikums, eigene Stärken und Schwächen kennen zu lernen, ihre Kommunikationsfähigkeit zu verbessern und dadurch Verhaltensicherheit zu erwerben und die eigene Sozialkompetenz zu stärken.

Berufsorientierung

Die Berufsorientierung nimmt in der Realschule eine zentrale Funktion auf dem Weg zur Berufswahlreife der Schülerinnen und Schüler ein. Im Rahmen des "Themenorientierten Projekts BORS" planen sie im Team Vorgehensweisen zur Erlangung persönlicher Be-rufswahlkompetenz, legen Fixpunkte fest und erarbeiten sich selbstständig einen Überblick über zentrale Gesichtspunkte der Berufs- und Arbeitswelt.

Wirtschaften, Verwalten und Recht

Das Einüben von zeitgemäßer fachlicher, methodischer, sozialer und personaler Kompetenz im "Themenorientierten Projekt WVR" befähigt die Schülerinnen und Schüler durch unmittelbare Anschauung und konkrete Erfahrung, sich auf die Lebens- und Berufswelt vorzubereiten. Sie planen im Team ein selbstgewähltes Projekt und führen dies mit schulischen und außerschulischen Kooperationspartnern durch. So erlernen sie an einem praxisorientierten Projekt Eigeninitiative, Verantwortungsbewusstsein, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit.

Mittlere Reife

Mittlere Reife

Nach sechs Schuljahren, also am Ende von Klasse 10, schließen die Schülerinnen und Schüler mit der Mittleren Reife ab. Mit der erfolgreich absolvierten Prüfung bieten sich viele Möglichkeiten, eine Berufsausbildung in Handwerk, Industrie, Handel oder Verwaltung zu beginnen. Wechsel in andere Schularten

1. Aufbaugymnasium: Am Ende der Klasse 6 oder 7, in Einzelfällen auch später, können die Schülerinnen und Schüler auf ein Aufbaugymnasium (ABG) wechseln. Die Aufnahme erfolgt gemäß der "Multilateralen Versetzungsordnung" zunächst allerdings auf Probe und unter bestimmten Notenvoraussetzungen bzw. nach einer Aufnahmeprüfung. Das ABG führt in sieben bzw. sechs Jahren zur Hochschulreife. Besonders Musik, Sport und Naturwissenschaften werden an den Aufbaugymnasien gepflegt. Einige Gymnasien haben ein Internat angeschlossen, in dem die Schülerinnen und Schüler während des Schulbesuchs wohnen können. An vier allgemeinbildenden Aufbaugymnasien mit Internat - Adelsheim, Lahr, Künzelsau und Meersburg - gibt es für Schüler ohne zweite Fremdsprache ab Klasse 11 einen Aufbauzug zum Erwerb des Abiturs. Ganztagesbetreuung ohne Internat bietet das Aufbaugymnasium in Markgröningen (nur sechsjähriger Aufbauzug). Berufliche Gymnasien der sechsjährigen Aufbauform ohne Internat mit dem Profil Wirtschaft gibt es in Schwetzingen, Pforzheim, Göppingen, Freiburg und Offenburg.

2. Allgemein bildendes Gymnasium: Nach der Realschulabschlussprüfung können besonders leistungsfähige Schülerinnen und Schüler mit bestimmten Notenvoraussetzungen in Klasse 11 eines allgemein bildenden Gymnasiums überwechseln und bis zur Hochschulreife gelangen. In der Regel ist dies möglich, wenn ab Klasse 7 die zweite Fremdsprache im Wahlpflichtbereich erlernt wurde. 

3. Berufliches Gymnasium: Hier können die Realschulabsolventinnen und -absolventen unter den gleichen Voraussetzungen wie beim allgemein bildenden Gymnasium das Abitur ablegen.   

Weiterbildung/Berufskolleg

Weiterbildung 

1. Fachschulen: Nach abgeschlossener Ausbildung und praktischer Bewährung bieten sich für besonders leistungsfähige Schülerinnen und Schüler die Fachschulen an, die nach zwei Jahren zu einem staatlichen Abschluß - z.B. als Techniker/in oder Betriebs-wirt/in - führen. Wer eine Zusatzprüfung abgelegt hat,kann anschließend auch die Fachhochschulprüfung erwerben.

2. Einjährige Berufskollegs: Realschulabsolventinnen und -absolventen können nach abgeschlossener Berufsausbildung an den einjährigen Berufskollegs die Fachhochschulreife erlangen.   Berufskolleg Anstelle einer Lehre können Realschüler eine berufliche Ausbildung auch direkt in einem Berufskolleg beginnen, die zwei oder drei Jahre dauert. 

Berufskolleg

Anstelle einer Lehre können Realschüler eine berufliche Ausbildung auch direkt in einem Berufskolleg beginnen, die zwei oder drei Jahre dauert.

Verlauf der Schulzeit an der Realschule

Verlauf der Schulzeit

"Realschule Baden-Württemberg – Chancen werden Realität"

Welche Schule ist die Richtige für ein Kind? Wo wird es den Begabungen entsprechend am besten gefördert ohne überfordert zu werden? Wo hat es die besten Chancen, das ins Auge gefasste Bildungsziel zu erreichen? Die Realschule ist eine lebensnahe Schule, in der Begabungen individuell gefördert werden. Sie gibt den Heranwachsenden Zeit für ihre Persönlichkeitsfindung und die Entwicklung von praktischen und theoretischen Fähigkeiten. Auf dem Weg von der Kindheit zum Erwachsenwerden vermittelt diese traditionsreiche Schulart die grundlegenden Fähigkeiten für einen verantwortungsbewussten und erfolgreichen Lebensweg.

Ausführliche Informationen sind auf der Seite des Kultusministeriums Baden-Württemberg zu finden. Von dort wurden auch die Grafiken übernommen.

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